ÜBERSICHT - DEUTSCHLAND - STADTPLÄNE - 1945-1970 - FALK-PLÄNE

Falk-Plan von Frankfurt

Maßstab: 1:16.500 - 1:26.000

Projektion und Faltung: Patente international erteilt bzw. angemeldet

1. Auflage - 20.000er Auflage

Hergestellt: 1947

Verlag: Falk-Verlag ; Hamburg 1 ; Spinkenhof

Originalpreis: k.A.

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FALK-PLAN von FRANKFURT

Ein Highlight im Landkartenarchiv. Zu sehen ist die erste Auflage des Falk Stadtplan von Frankfurt aus dem Jahre 1947. Falk gibt es erst seit ein paar Jahren und ist dank der patentierten Faltung ein Wirtschaftswunder der ersten Generation nach dem 2. Weltkrieg.

Das besondere an diesen alten Falk-Plan ist die besondere Darstellung von Gebäuden. Frankfurt lag zu dieser Zeit in Schutt und Asche von den Bomben des 2. Weltkrieges. Damit man sich überhaupt in der Stadt zu recht finden konnte hat man Teilweisezerstörte und Totalzerstörte Gebäude rot dargestellt. In unserer kleinen Übersichtskarte kann man erkennen das höchstens am Stadtrand die Stadt nicht rot eingefärbt war. Die Innenstadt von Frankfurt und Offenbach sind nahezu rot, bzw. total zerstört.



Frankfurt im Jahr 1947 (Rote Flächen bedeuten Kriegsschäden)


Kleiner Führer durch Frankfurt

Geschichte der Stadt 

Die alte Krönungsstadt am Main gehört zu den zahlreichen Städten unserer deutschen Heimat, denen der Krieg schwerste Wunden schlug. Unzählige unersetzbare Zeugnisse ihrer Kultur und Geschichte, die den Jahrhunderten trotzten, sind unwiederbringlich verloren. Trotzdem läßt sich noch vieles vom alten Frankfurt entdecken und ein Suchen nach den Spuren der Zeit des Mittelalters oder der Zeit Goethes wird Ihnen zu unerhofften Entdeckerfreuden verhelfen. Durch den Wiederaufbauwillen der Bevölkerung und durch die zahlreichen Ämter und Behörden der Bundesregierung oder anderer Dienststellen ist in der alten Reichstadt wieder ein neues Leben entstanden.

Die Geschichte Frankfurts spiegelt sich in ihrem Stadtgrundriß und in den Baudenkmälern wieder. Der Römer, das Goethehaus am Hirschgraben, die Pauluskirche als die Geburtsstätte des ersten deutschen Parlamentes und das Hochhaus der I.G.-Farbenindustrie sind marlante Züge vergangener Epochen.

Der älteste Kern zwischen Römer und Dom fand schon im 12. Jahrhundert seine Erweiterung bis an die heutige "Seil". In diesen Raum lag die eigentliche Altstadt mit dem Haus des alten Rats Goethe. Als einen weiteren geschlossenen Ring erkennt man die neue Stadt (Neue Meußner Straße - Hochstraße - Bleichstraße - Seilerstraße - Langestraße). Damit war der für die alte Festung des 18. Jahrhunderts so charakteristische Grundriß gegeben. Die alten Befestigungsanlagen haben nunmehr einem Grüngürtel Platz gemacht. Ein weltbekanntes Wahrzeichen Frankfurts ist noch immer der Eichenheimer Turm (1426), eines der wenigen erhalten gebliebenen der alten Stadtverteidigung.

Strahlenförmig gehen die Ausfallstraßen aus diesem alten Kern in das Hinterland und heute zeichnet sich wieder durch einen breiten Straßenzug (Sendenberg-Anlage - Muquell-Allee - Abides-Allee - Nibelungen-Allee - Habsburger Allee) ein neuer Ring ab. Doch schon wird an manchen Stellen auch dieser Ring wieder von der wachsenden Stadt gesprengt.

Die alte Bedeutung Frankfurts als Schnittpunkt der wichtigsten Hauptstraßen zwischen Nord- und Süddeutschland bzw. dem Rheintal besteht auch in heutiger Zeit. Der große Rhein-Main-Flughafen ist in wenigen Jahren zu dem Weltknotenpunkt für das gesamte europäische Luftverkehrsnetz geworden. Man darf auch nicht vergessen, daß der Bau der Reichsautobahnen seinen eigentlichen Ausgang von Frankfurt nahm (Strecke Frankfurt - Heidelberg 1935).

Mit den wachsenden Erfolgen der Messen und Ausstellungen hat Frankfurt in den letzten Jahren getreu seiner alten Tradition als Handels- und Kaufmannstadt wieder zahlreiche Geschäftsleute des In- und Auslandes als ständige Gäste. Die rege Betriebsamkeit der Wirtschaft zeiht auch in einem vermehrten Maße die künstlerisch Schaffenden oder Gewerbetreibenden von weither heran. Aus der Stadt der Trümmer von 1945 ist wieder eine Stadt voller Leben und großer wirtschaftlicher und kultureller Kraft geworden.

Kulturstätten

Noch immer haben die Museen mit ihren einzigartigen Sammlungen ihre alte Anziehungskraft bewahrt. Man denke nur an das Sendenberg-Museum mit seinen naturhistorischen Schätzen! Oder an die zahlreichen Kunstsammlungen, die noch immer von dem alten Stolz und Kunstsinn der Frankfurter Bürger Zeugnis ablegen.

Museen und Kunstauststellungen

Goethe-Museum, Großer Hirschgraben 23
Geöffnet: wochentags 9 bis 18 Uhr, Sonntags 9 bis 13 Uhr.
Linien: 8, 10, 12, 15 und 23 bis Hauptwache.

Naturmuseum Sendenberg, Sendeberg-Anlage 25
Vorgeschichtliche, zoologische, geologische und mineralogische Sammlungen
Geöffnet: täglich (auch Sonntags) 9 bis 16 Uhr.
Linien: 1, 2, 3 und 4 bis Bodenheimer Warte.

Städtisches Kunstinstitut und Städtische Galerie, Dürerstraße
Stadtarchiv
, Domstraße 1
Frankfurter Kunstverein, Elchenheimer Anlage 35
Frankfurter Kunstkabinett
, Börsenstraße 2
Zimmer-Galerie Franck, Böhmerstraße 7

Hotels-Restaurants und Cafes

Hotel Restaurant "Haus Touring"
Modernst eingerichtete Zimmer mit fließend warmen und kalten Wasser, Telefon und Bad - Werkstatt, Garagen, VK- und Diesel-Tankstelle
Frankfurt am Main-Rebstock, Ruf 79563

"Die Insel"
Hotel und Weinrestaurant
Führendes Haus am Platz mit zivilen Originalpreisen
Kirchnerstraße 10

Hotel Regina
Zeil 12, Ruf 41639

Hotel-Restaurant Salzhaus
Das Haus der Geschäftsreisenden
Am Salzhaus 4, Ruf 92634/31101

Savoy-Hotel
Pschorr-Stuben
Wiesenhüttenstraße 42, Ruf 32298

Savarin
Das bekannte Restaurant am Schauspielhaus
Vorzügliche Küche - Ausgesuchte Weine - Ruf 92469

Kaffee Konditorei Becker
Taunusstraße 42, nächst am Hauptbahnhof
Bekannt durch gute QUalität

Konzert-Cafe-Konditorei Debes
Kaiserstraße 67

Cafe Isenberg
Bekannt für seine Spezialitäten
Friedrich-Ebert-Straße 79
Am Hauptbahnhof

Turm-Cafe, eigene Konditorei
Gr. Eschenheimer Straße 25, vis á vis Kaufhof

Vergnügungsstätten

Montmartre´s Nachtleben
B.B.-Club, Bpckenheimer Warte, Ruf 72129
Die ganze Nacht Cabaret mit Schönheitstänzerinnen

L U X O R am Hauptbahnhof
Das bekannte Erstaufführungs-Theater
Am Hauptbahnhof 10 (D 5b)

M E T R O im S C H W A N
Ein Festspielhaus des Films
Steinweg 12, an der Hauptwache (D 4a)

Wo werd gezappt?

Äpfelwein- und Speisewirtschaft
Zum grauen Bock
Inh.: Theo Elsässer
Frankfurt-Süd, Große Rittergasse 30, Ruf 64626

Äpfelweinwirtschaft mit eigener Kelterei
Dauth - Schneider
Neuer Wall 7, Ruf 66133

Auf der Insel, Nähe Lokalbahnhof
Feuerrädche - Inh. A. Hoffmann, Textorstraße 24
Kanonesteppel - Inh. K. Nagel, Textorstraße 20
Germania - Inh. H. Dauth, Textorstraße 16

Speisewirtschaft Renner
Niddastraße 37
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(Text ist abgeschrieben und war im Original noch in altdeutscher Schrift. Es kann zu Schreibfehlern kommen!)


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