Facebook

Facebook Twitter Google+

 Hauptseite Weltkarten und Weltatlanten Europakarten Deutschlandweite Landkarten, Stadtpläne und Themenkarten Landkarten, Stadtpläne von Österreich Landkarten, Stadtpläne der Schweiz Impressum

HAUPTSEITE - DEUTSCHLAND - STADTPLÄNE - 1945-1970 - FALK-PLÄNE

Patent-Plan Hamburg 
(Reprint anlässlich 50 Jahre Falkplan 1945-1995)

Maßstab 1:16.000 - 1:18.500

Faltung und Projektion Patentanmeldung PAR 1030 PAF 518636
Mit Genehmigung der Militär Regierung

1. Auflage (erster Falkplan überhaupt!)

Hergestellt: 1945 (Reprint 1995)

Verlag: Falk-Verlag ; Hamburg 13 ; Druck Emil Falke ; Hamburg 11 (k.A. für das Reprint)

Originalpreis: 3.00 RM

Direkt zur Karte

FALK-PLAN HAMBURG

Anlässlich des 50. Geburtstags des Falk-Verlages wurde der erste Falk-Plan neugedruckt. Ausnahmsweise haben wir ein Reprint im Landkartenarchiv, was eine Ausnahme bleibt. Besonders interessant ist die Tatsache, daß zerstörte Gebäude des 2. Weltkrieg hier rot dargestellt sind.



FALK-PLAN Hamburg (stark verkleinert)


50 Jahre Falkplan (Text aus der Reprintausgabe von 1995)

Genau 50 Jahre alt ist die Vorlage für die Reproduktion des ersten Falkplanes, der Falkplanes von Hamburg. Das Original hängt heute an der Wand in den Verlagsräumen in Hamburg-Bergedorf und ist eine Urkunde besonderer Art. 50 Jahre nach Beendigung ds Krieges zeigt das Kartenbild im roten Rasterton alle im Krieg zerstört Gebiete der Hansestadt. In der Relation dieser roten Ruinenflächen zu den im schwarzen Rasterton gehaltenen unzerstörten Gebiete wird das ganze erschreckende Ausmaß der Zerstörung deutlich. So mag der Plan ein Zeitdokument darstellen für all die Einwohner unserer Stadt, die sie in den Folgejahren vom Schutt befreit haben, aber auch für diejenigen, denen die Trümmerflächen, weil nicht aus eigener Anschauung kennengelernt, in ihrem Umfang unvorstellbar sein müssen.

Der Falk-Verlag nimmt sein 50jähriges Jubiläum zum Anlaß, dieses Dokument nochmals der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Verlag und seine Mitarbeiter sehen in ihm auch die Keimzelle aller weiteren Falkpläne, die seitdem in einer Gesamtauflage von über 110 Millionen Exemplaren von Städten aus aller Welt in alle Welt verbreitet wurden, Es war 1945, als der Berliner Kartograph Gerhard Falk aus dem Krieg zurückkehrte und in Hamburg seinen Verlag gründete. Im hinteren Clubhaus einer Kneipe in der Klosterallee zeichnete er mit drei feien Mitarbeitern seinen ersten Stadtplan, den Falkplan von Hamburg. Und noch auf der Höhe seines Erfolges wußte er, bevor er 1978 erst 56jährig verstarb, zu berichten, daß die Beschriftung beispielsweise der Zielhäfen der Elbschifffahrt ab St.Pauli - Landungsbrücken seiner eigenen Handschrift entsprang.

Dieser erste Falkplan, der im Folgejahr mit einer ersten Auflage von 50.000 Exemplaren in den Handel kam, wies bereits zwei Elemente des heutigen Falkplanes auf, die zu seinem weltweiten Erfolg beitragen sollten: die Projektion mit dem gleitenden Maßstab und die neuartige Patentfaltung. der gleitende Maßstab entstand eher der Not gehorchend, denn das von der Militärregierung freigegebene Papier hatte nur ein Format von 60 x 40 cm. Es sollte aber ein gebiet dargestellt werden vom Sandtorkai im Süden bis zum Bahnhof Alsterdorf im Norden und von der Bahrenfelder Straße in Altona bis zum Bahnhof Wandsbek. Mit einem kleineren Maßstab wäre das sicherlich auch möglich gewesen, nur wäre dann die Lesbarkeit im Zentrum erheblich beeinträchtigt worden. So entwickelte Gerhard Falk seine Projektion mit dem "Lupeneffekt", die das meist dicht bebaute Innenstadtgebiet größer abbildete als die Außenbezirke. Wurde die erste Auflage wie eine Sensation gefeiert, so insbesondere auch deswegen, weil ein Stadtplan mit einer ganz neuartigen Faltung auf dem Markt kam, die es erlaube, den Plan, obwohl aus einer zusammenhängenden Karte bestehend, wie ein Buch aufzuschlagen. Dieser besonderer Kniff, der erst das Taschenformat ermöglichte, hat sich in den Folgejahren auf der ganzen Welt durchgesetzt, sei es in den Falkplänen von New York, Moskau oder Tokyo. Falkpläne von 73 inländischen Städten und 57 ausländischen sind heute an diesen beiden Merkmalen Projektion und Patentfaltung zu erkennen, wie sie bereits den ersten auszeichnete.

Ein Vergleich freilich der ersten Auflage mit der gegenwärtigen 80sten Auflage (Anm.: 2004 war es die 86. Auflage) zeigt, das der "Urplan" an heutigen Ansprüchen gemessen unzulänglich war. Wies sein Register damals ca. 2.000 Straßennamen auf, sind es heute mehr als 8.000. Auch seine Legende differenzierte 24 und mehr, einschließlich der Signaturen für Theater und Telefonzellen, an deren Darstellung bei der ersten Auflage natürlich gar nicht gedacht werden konnte. So spiegelt sich im Vergleich der beiden Auflagen die rasante Stadtentwicklung wider und damit auch die Notwendigkeit zur Herausgabe von ständig überarbeiteten Neuauflagen. Und an der Tatsache von 80 aktualisierten Auflagen zum 50jährigen Verlagsjubiläum messen wir die Beliebtheit des Falkplaner bei unseren Kunden, denen mit diesem Faksimiledruck herzlich für ihre Treue gedankt sei.

Dr. Helge Lintzöft
Falk-Verlag AG
Hamburg, im Oktober 1995

 


© 2003 - 2014, Michael Ritz - Mönchengladbach - Made in Germany

Hauptseite - Welt - Europa - Deutschland - Österreich - Schweiz -
Impressum - Facebook - Twitter - Google+