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| SHELL Straßenkarte Nr.7 Hannover | | Maßstab 1:470.000 | Hergestellt: 1939 | Verlag: SHELL REISEDIENST | Kartographie und Druck: Wüsten & Co., Frankfurt a.M. | Originalpreis: k.A. | | Direkt zur Karte |
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SHELL Straßenkarte Nr.7 Hannover In der Shell Straßenkarte 7 die 1939 hergestellt wurde sind Städte wie Lübeck, Hamburg, Hannover und Braunschweig zu finden. Die wichtigen Autobahnteilstücke von Hamburg nach Lübeck und Hamburg nach Bremen sind fertig gestellt. Interessant zu sehen ist die Tatsache, daß schon vor dem 2. Weltkrieg eine Autobahn von Hamburg nach Berlin geplant war. Die Streckenführung ist mit der heutigen Autobahn identisch. Des weiteren hatte man es bis zum Kriegsausbruch die wichtige Autobahn von Hamburg nach Hannover nicht fertig geworden. Früher sollte die Autobahn noch westlich von Hannover verlaufen.

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Land und Leute
Hannover (Original Text aus der
Shell-Straßenkarte)
Das Kernland der Niedersachsen, von so entscheidender Bedeutung für unsere volkliche Geschichte und namentlich auch für die Ostsiedlung bis an die Grenzen der baltischen Provinzen, zeigt in seiner Bevölkerungszusammenlegung eine Einheitlichkeit, wie sie wenige andere Gebiete besiegen. Nur an den Rändern begegnen wir, außer den längst zu einer geschichtlichen Erinnerung gewordenen Bewohnern des hannoverschen Wendlandes, friesischem, thüringischem und fränkischem Einschlag. Sonst scheint das Wesen des Stammes unverändert, wie er seit je die Giebel seiner Höfe mit Pferdeköpfen schmückt, und man merkt seiner Volkskraft nicht an, daß er jahrhundertelang die unternehmungslustigsten seiner Jungen als heiligen Lenz in fernes Neuland abgegeben hat.. Wir finden hier alle Arten Bodengestaltung: Moor und Heide, Bergland und Küstengebiet, fetten Löß und mageren Sand, und doch wissen wir stets, daß wir in der Heimat der Niedersachsen sind. Dafür sorgt schon das niedersächsische Haus, das in seiner Anlage auf vorgeschichtliche Vorbilder zurückgeht. Aus ihm sind die herrlichsten Fachwerkbauten erwachsen, welche die Welt kennt und die Braunschweig, Hildesheim, Goslar, die alten Viertel von Hannover und andere Städte zu Sehenswürdigkeiten machen, während auch das Backsteinhaus alter Prägung, wie wir es in Bremen finden, von dieser Wohnkultur beeinflußt ist. Dem Fremden, der beim Betreten eines solchen Hauses fragt, ob das Wohnen hier nicht große Unbequemlichkeiten im Gefolge habe, hat Justus Möser in seinen „Patriotischen Phantasien" die treffende Antwort gegeben, daß kein Vitruv imstande sei, mehr Vorteile in einer Wohnstätte für Bauern zu vereinigen. - In der Tat sind wir hier in einem Bauernlande, wo die Besitzverteilung dank der immer streng eingehaltenen Anerbenrechtsfolge besonders gesund geblieben ist. Der niedersächsische Hausbau ist weit über sein ursprüngliches Gebiet nach Osten hin maßgebend geworden. Das zäh festgehaltene deutsche Erbrecht hat neuerdings der Gesetzgebung des Reiches Richtlinien gegeben. Das Amt Gifhorn und das linkselbische „Alte Land", Braunschweig und besonders Bückeburg haben sich prachtvolle Volkstrachten erhalten, deren einfachere Garnitur sogar Alltags getragen wird. Einige kleinere Reste haben sich allgemein erhalten, besonders der altertümliche Frauenmantel, die „Hoike", die aber meist auch schon auf hohe Feiertage und auf die Trauerkleidung beschränkt ist. Überaus reich dagegen ist das völkische Brauchtum erhalten. Es weist eine örtlich sehr mannigfaltige Ausgestaltung auf und begleitet die Niedersachsen von der Wiege bis zum Grabe. Berühmt sind mit Recht die großen vielerorts üblichen Suppenhochzeiten, die sich zu Volksfesten für die gesamte Nachbarschaft ausdehnen, wobei aber jeder der massenhaft erscheinenden Gäste nach Maßgabe seines Vermögens und des Verwandtschafts- oder Freundschaftsgrades einen Unkostenbeitrag zusteuert. Das Anerbenrecht beläßt die nicht erbberechtigten Geschwister vielfach im Dienste bei dem erbenden Bruder und schafft so Familienbetriebe. Auch das Gesinde wird meist so behandelt, als ob es zur Familie gehörte. Saat- und Erntegebräuche und die großen Jahresfeste werden nach Herkommen eingehalten. Auch die Viehhaltung und selbst die trotz der allmählichen Verdrängung der Heide durch die neuzeitliche Technik noch immer blühende Heide und Wanderimkerei haben ebenso wie die Heidschnuckenschäferei ihre besonderen Überlieferungen. - In dem Städte-Dreieck Braunschweig - Gifhorn - Fallersleben entsteht die größte und rationellste Kraftwagen-Fabrik, deren Anlagen sozial. politisch wie wirtschaftlich vorbildlich und überaus sehenswert sind.
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(Original-Text und Bilder) |
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