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HAUPTSEITE - DEUTSCHLAND - STADTPLÄNE - 1900-1945 - SHELL STADTKARTEN

SHELL STADTKARTE Nr. 13 DUISBURG - HAMBORN

Verlag: SHELL Reisedienst

Titelbild: Im Hafen

Erscheinungsjahr: 1934/35

Verlag: SHELL Deutschland Holding GmbH

Originalpreis: k.A.

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Shell-Stadtkarte Nr.13 Duisburg - Hamborn

Duisburg-Hamborn die Stätte an der Mündung der Ruhr in den Rhein wird schon in der frühen deutschen Geschichte genannt, hatten doch Jahrhunderte lang deutsche Kaiser und Könige den Burgplatz zur Residenz gewählt. Im Mittelalter gehörte die Stadt der Hansa an und brachte es zu hoher Blüte. Jetzt zählt Duisburg-Harnborn 442000 Einwohner auf einem Gebietsumfang von 14339 ha. Durch die im Jahre 1929 stattgefundene Vereinigung der beiden Stadtkreise Duisburg und Hamborn ist diese neue Halbmillionenstadt entstanden und dank der günstigen Lage am Einfluß der Ruhr und Emscher in den Rhein konnte sie sich zu einer der bedeutendsten Industriestädte entwickeln. Weltruf besitzen ihre Hafen- und Industrieanlagen. Die Duisburg-Ruhrorter Häfen sind der größte Flußhafen der Welt. Der Gesamtjahresumschlag beträgt 33 Millionen tons. Kein sonstiger Binnenhafen hat einen solchen Umschlag aufzuweisen. Ein Bild von dem gewaltigen Verkehr in den Häfen bekommt man, wenn man hört, daß in jedem Jahre ca, 55000 Schiffe, darunter 500 Seedampfer in den Häfen ein- und auslaufen, Die Schifferbörse in Duisburg-Ruhrort, die einzige Schifferbörse Deutschlands, vermittelt den Frachtenverkehr auf dem Rhein.

Duisburg-Hamborn ist der Schwerpunkt der deutschen Stahlerzeugung. Nicht zu Unrecht hat man Duisburg-Hamborn „die deutsche Stahlstadt" genannt. Die Vereinigten Stahlwerke stellen 2/3 ihrer gesamten Stahlerzeugung in den Duisburg-Hamborner Werken her. Weiter befinden sich hier die Deutsche Maschinenfabrik (Demag), deren Fabrikate, insbesondere Krane, in aller Herren Länder bekannt sind, die Brückenbaugesellschaft Harkort, die Metallhütte Berzelius, die Schiffswerft Berninghaus, die Zinkhütte Grillowerke, die Duisburger Kupferhütte, das Duisburger Kabelwerk, alles Werke, deren Namen einen guten Klang besitzen. Die Fördertürme in den Stadtteilen Hamborn-Neumühl, Beeckerwerth und Meiderich zeugen von der Bedeutung des Bergbaues der Stadt.

Duisburg-Hamborn ist führend in Industrie und Handel. Als Eingangstor zum Niederrhein nach Norden und zum engeren Industriegebiet nach Osten hat die Stadt hervorragende Bedeutung für den Eisenbahnverkehr. Diese günstige Lage hat die Stadt zum Schnittpunkt der wichtigsten Eisenbahn-Linien und anderer Verkehrswege gemacht. Der Hauptbahnhof Duisburg ist Haltepunkt im internationalen Europa-Verkehr, Düsseldorf ist mit einem flinken Wagen in ca. 50 Minuten zu erreichen. Die Stadt ist an dem, zwischen Essen und Mülheim-Ruhr gelegenen Flugplatz der Luraq beteiligt, die das Industriegebiet in den deutschen und internationalen Flugverkehr einschalten soll. Ein Sportflugplatz liegt inmitten des Stadtgebietes. Außerdem ist Duisburg Sitz der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, Seit Jahrhunderten hat die Kunst hier eine Pflegestätte gefunden. Das Duisburger Stadttheater, das vornehmlich die Oper pflegt, steht auf hohem künstlerischen Niveau. Die Duisburger Bühne ist in die Reihe der ersten Theater Deutschlands zu stellen. Die regelmäßig stattfindenden großen Konzerte des städtischen Orchesters in der städtischen Tonhalle stehen in gutem Ruf. Daneben sind die Ausstellungen im Museum sowie Veranstaltungen verschiedener wissenschaftlicher und musikalischer Vereinigungen von überörtlicher Bedeutung zu nennen.

An Sehenswürdigkeiten seien hier erwähnt: der Burgplatz, ein Zeuge alter Geschichte, jedoch befindet sich anstelle der Kaiserpfalz heute das Rathaus, überragt von den Türmen der Satvator und der Liebfrauenkirche. Hier hat man auch den Mercatorbrunnen errichtet, eine Erinnerung an den großen deutschen Geographen, der in Duisburg lebte und auch hier seine Ruhestätte fand. Städtebaulich ein schönes Bild zeigt der Köniasplatz mit dem Stadttheater, der Tonhalle, dem Amtsgericht und dem Hotel Duisburger Hof. In Hamborn ist es die alte Prämonstratenser-Abtei, die noch an die stille Vergangenheit erinnert. Das Sportleben hat von jeher bestmögliche Förderung erfahren, ist doch Duisburg die Hochburg des westdeutschen Sportes. In der Nähe des herrlichen Duisburger Stadtwaldes und unmittelbar angrenzend an die Waldfläche liegt der Wedau-Sportpark. Das Stadion faßt 40 000 Personen. Der im Süden an das Stadion angrenzende Margaretensee enthält Schwimmbahnen und ein Strandbad. Das Strandbad „Duisburgs Swinemünde" erfreut sich in den heißen Sommertagen eines regen Besuchs. Berta. und Barbarasee dienen dem Ruder-, Paddel- und Segelsport. Eine 2000 m lange Rennstrecke ist zur Zeit im Bau begriffen. Vom Deutschen Ruderverband ist Duisburg zum Haupt-Regattaplatz erklärt worden. Der Sportflugplatz in Neuenkamp beweist Duisburq-Hamborns Vielseitigkeit auf sportlichem Gebiet. Außerdem befindet sich noch in Hamborn ein Stadion, sowie eine der besten Radrennbahnen Westdeutschlands.

Duisburg-Hamborns Stellung auf dem Gebiete des Handels, der Industrie, der Kunst, des Sports, haben die Stadt zu einer beliebten Tagungs- und Kongreßstadt gemacht.

Die Umgebung der Stadt bietet manche Möglichkeit zu Ausflügen zu Fuß und mit dem Wagen, besitzt doch die Stadt einen großen Waldbestand, der sich bis vor die Tore von Düsseldorf ausdehnt. Ein größerer empfehlenswerter Auto-Ausflug ist die Fahrt: Duisburg-Kaldenkirchen-Duisburg mit insgesamt 154 km.

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(Original-Text aus der Shell Stadtkarte)


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