Duisburg die Stätte an der Mündung der Ruhr in den Rhein
wird schon in der frühen deutschen Geschichte genannt,
hatten doch Jahrhunderte lang deutsche Kaiser und Könige den
Burgplatz zur Residenz gewählt. im Mittelalter gehörte die
Stadt der Hansa an und brachte es zu hoher Blüte. Jetzt
zählt Duisburg-Hamborn 442000 Einwohner auf einem
Gebietsumfang von 14339 ha. Durch die im Jahre 1929
stattgefundene Vereinigung der beiden Stadtkreise Duisburg
und Hamborn ist diese neue Halbmillionenstadt entstanden und
dank der günstigen Lage am Einfluß der Ruhr und Emscher in
den Rhein konnte sie sich zu einer der bedeutendsten
Industriestädte entwickeln. Weltruf besitzen ihre Hafen. und
Industrieanlagen. Die Duisburg-Ruhrorter Häfen sind der
größte Flußhafen der Welt. Der Gesamtjahresumschlag beträgt
33 Millionen tons. Kein sonstiger Binnenhafen hat einen
solchen Umschlag aufzuweisen. Ein Bild von dem gewaltigen
Verkehr in den Häfen bekommt man, wenn man hört, daß in
jedem Jahre ca. 55000 Schiffe, darunter 500 Seedampfer in
den Häfen ein- und auslaufen. Die Schifferbörse in
Duisburg-Ruhrort, die einzige Schifferbörse Deutschlands,
vermittelt den Frachtenverkehr auf dem Rhein.
Duisburg-Hamborn ist der Schwerpunkt der deutschen
Stahlerzeugung. Nicht zu Unrecht hat man Duisburg-Hamborn „die
deutsche Stahlstadt" genannt. Die Vereinigten Stahlwerke
stellen 21a ihrer gesamten Stahlerzeugung in den
Duisburg-Hamborner Werken her. Weiter befinden sich hier die
Deutsche Maschinenfabrik (Demag), deren Fabrikate,
insbesondere Krane, in aller Herren Länder bekannt sind, die
Brückenbaugesellschaft Harkort, die Metallhütte Berzelius,
die Schiffswerft Berninghaus, die Zinkhütte Grillowerke, die
Duisburger Kupferhütte, das Duisburger Kabelwerk, alles
Werke, deren Namen einen guten Klang besitzen. Die
Fördertürme in den Stadtteilen Hamborn-Neumühl, Beeckerwerth
und Meiderich zeugen von der Bedeutung des Bergbaues der
Stadt.
Duisburg-Hamborn ist führend in Industrie und Handel. Als
Eingangstor zum Niederrhein nach Norden und zum engeren
Industriegebiet nach Osten hat die Stadt hervorragende
Bedeutung für den Eisenbahnverkehr. Diese günstige Lage hat
die Stadt zum Schnittpunkt der wichtigsten Eisenbahn-Linien
und anderer Verkehrswege gemacht. Der Hauptbahnhof Duisburg
ist Haltepunkt im internationalen Europa-Verkehr. Düsseldorf
ist mit einem flinken Wagen in ca. 50 Minuten zu erreichen.
Die Stadt ist an dem zwischen Essen und Mülheim-Ruhr
gelegenen Flugplatz der Lurag beteiligt, die das
Industriegebiet in den deutschen und internationalen
Flugverkehr einschalten soll. Ein Sportflugplatz
liegt inmitten des Stadtgebietes. Außerdem ist Duisburg Sitz
der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer. Seit
Jahrhunderten hat die Kunst hier eine Pflegestätte gefunden.
Das Duisburger Stadttheater, das vornehmlich die Oper
pflegt, steht auf hohem künstlerischen Niveau. Die
Duisburger Bühne ist in die Reihe der ersten Theater
Deutschlands zu stellen. Die regelmäßig stattfindenden
großen Konzerte des städtischen Orchesters in der
städtischen Tonhalle stehen in gutem Ruf. Daneben sind
die Ausstellungen im Museum sowie Veranstaltungen
verschiedener wissenschaftlicher und musikalischer
Vereinigungen von überörtlicher Bedeutung zu nennen.

An Sehenswürdigkeiten seien hier erwähnt: der
Burgplatz, ein Zeuge alter Geschichte, jedoch befindet
sich anstelle der Kaiserpfalz heute das Rathaus,
überragt von den Türmen der Salvator und der
Liebfrauenkirche. Hier hat man auch den
Mercatorbrunnen errichtet, eine Erinnerung an den großen
deutschen Geographen, der in Duisburg lebte und auch hier
seine Ruhestätte fand. Städtebaulich ein schönes Bild zeigt
der Königsplatz mit dem Stadttheater, der Tonhalle,
dem Amtsgericht und dem Hotel Duisburger Hof. In
Hamborn ist es die alte Prämonstratenser-Abtei, die
noch an die stille Vergangenheit erinnert.
Das Sportleben hat von jeher bestmögliche Förderung
erfahren, ist doch Duisburg die Hochburg des westdeutschen
Sportes. In der Nähe des herrlichen Duisburger
Stadtwaldes und unmittelbar angrenzend an die Waldfläche
liegt der Wedau-Sportpark. Das Stadion faßt 40
000 Personen. Der im Süden an das Stadion angrenzende
Margaretensee enthält Schwimmbahnen und ein Strandbad.
Das Strandbad „Duisburgs Swinemünde" erfreut sich in den
heißen Sommertagen eines regen Besuchs. Berta- und
Barbarasee dienen dem Ruder-, Paddel- und Segelsport.
Vom Deutschen Ruderverband ist Duisburg zum
Haupt-Regattaplatz erklärt worden, um so mehr als eine 2000
Meter lange Rennstrecke dem Rudersport zur Verfügung steht.
Der Sportflugplatz in Neuenkamp beweist Duisburg-Hamborns
Vielseitigkeit auf sportlichem Gebiet. Außerdem befindet
sich noch in Hamborn ein Stadion, sowie eine der besten
Radrennbahnen Westdeutschlands.
Duisburg-Hamborns Stellung auf dem Gebiete des Handels,
der Industrie, der Kunst, des Sports, haben die Stadt zu
einer beliebten Tagungs- und Kongreßstadt gemacht.
Die Umgebung der Stadt bietet manche Möglichkeit zu
Ausflügen zu Fuß und mit dem Wagen, besitzt doch die Stadt
einen großen Waldbestand, der sich bis vor die Tore von
Düsseldorf ausdehnt. Ein größerer empfehlenswerter
Auto-Ausflug ist die Fahrt: Duisburg-Kaldenkirchen-Duisburg
mit insgesamt 154 km.