 | SHELL STADTKARTE Nr.
14 WUPPERTAL |
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Verlag: SHELL
Reisedienst |
Erscheinungsjahr:
1934/35 | Verlag:
RHENANIA-OSSAG MINERALÖLWERKE AKTIENGESELLSCHAFT | Originalpreis: k.A.
(War vermutlich einzeln kostenlos an Shell-Tankstellen erhältlich.) |
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Titelbild: Toelleturm |
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Shell-Stadtkarte
Nr.14 Wuppertal

Die früher selbständigen Gemeinden Barmen, Elberfeld,
Cronenberg, Ronsdorf, Vohwinkel, Teile von Beyenburg, von
Neviges und Wülfrath sind seit dem 1. August 1929 vereinigt.
Von diesen Gemeinden ist Elberfeld die älteste
Stadt. Sie wird zuerst im Jahre 1176 unter dem Namen „Elverfelde"
genannt. 1610 erhielt Elberfeld Stadtrechte und kann also
heute mit ca. 174000 Einwohnern auf eine über 300jährige
Vergangenheit zurückblicken. Weltberühmte Textilindustrie
und bedeutende Bekleidungsindustrie, Webereien, Spinnereien,
Lederwaren, Papierfabriken und Brauereien. Rund um Elberfeld
ausgedehnte Wald- und Parkanlagen, die der Stadt den Namen „Großstadt
im Kranz der grünen Berge" gaben. In der Nähe das
romantische Gelpetal mit zahlreichen Hammerwerken und
Teichen.
Sehenswürdigkeiten: Rathaus mit reich
ausgestatteten Repräsentationsräumen; Stadttheater am
Brausenwerth; Thalla-Theater am Islandufer;
Stadthalle mit Sälen für Konzerte und sonstige
Veranstaltungen; Museum im alten Rathause (Turmhof),
mit Sammlungen berühmter Gemälde und wertvollen Porzellanen
usw.; naturwissenschaftliche Sammlungen, Industrie- und
Handelskammer für den Wuppertaler Industriebezirk, Neubau
des Telegrafenamtes. Neubau der Stadtbücherei;
Zoologischer Garten, die beste Anlage dieser Art in
Westdeutschland mit großem Tierbestand, darunter das moderne
Aquarium und Terrarium, die besonders interessant und
reichhaltig sind. Nahe beim Zoologischen Garten das Stadion
mit der besten Radrennbahn Europas. Hardtanlagen,
Botanischer Garten fast im Mittelpunkte der Stadt, im
Westen am Kiesberg der Ehrenfriedhof. Zahlreiche Denkmäler
und Kirchen der verschiedensten Baustile.

Die Schwesterstadt Barmen, der größte Ortsteil mit
191 000 Einwohnern, ist eine der bedeutendsten Städte des
Bergischen Landes. Barmen wird als Siedlung bereits im 11.
Jahrhundert erwähnt. Mit der Entwicklung seiner Industrie
nahm Barmen einen gewaltigen Aufschwung in stetigem gesundem
Wachstum. Bereits im 16. Jahrhundert faßte die erste
Industrie, die Garnbleicherei, festen Fuß. Mit der Aufnahme
der Handelsbeziehungen zur ganzen Weit - schon im 17.
Jahrhundert gingen die „Barmer Artikel" nach Spanien,
England, Frankreich, Amerika und Westindien - war Barmens
Weltruf fest begründet.
Sehenswürdigkeiten: Es seien hier besonders
erwähnt: Das neue Rathaus, erbaut 1913/21 von
Professor Karl Roth-Darmstadt. Prachtvolle Säle mit
vornehmer Innenarchitektur; Emil-Rittershaus-Gedenkzimmer
mit Nachlaß des Dichters, Gemälde und altbergischer
Möbelschmuck. - Die Ruhmeshalle, eine
Gemäldegalerie mit Werken des 19. und 20. Jahrhunderts.
Das im Jahre 1905 von Prof. Karl Moritz geschaffene
Stadttheater, sowie das Planetarium, die
Stadthalle, das Luftkurhaus am Toelleturm, das
Städt. Naturwissenschaftliche Museum, das
Missionsmuseum auf der Hardt, eine reichhaltige Sammlung
von Kunst- und Kulturgegenständen aus Niederländisch-Indien,
China und den früheren Kolonien, Bergisches Heimathaus
(städtisch) im Unterdörnen, als Haus der Familie Rübel-Bredt,
erbaut 1782'84 im „Bergischen Stil"; Barmer.

Mobiliar aus der Zeit von etwa 1750-1850. Altbergische
Bürger-, Bleicher- und Bauernhäuser, Schiefer- und
Fachwerkbauten aus dem 17. Jahrhundert. Zahlreiche
Denkmäler; alte lutherische Kirche Wupperfeld, erbaut
1779/85, alte Rokokoeinrichtung. Die „Anlagen des
Verschönerungsvereins", eine prächtige Schöpfung des Barmer
Gemeinsinnes, angelegt 1864. Ehrenfriedhof für die
Gefallenen des Weltkrieges.
Der Ortsteil Vohwinkel entwickelte sich durch
seine günstige Lage rasch zu einem Verkehrsknotenpunkt des
Bergischen Landes. Beliebiger Ausgangspunkt für zahlreiche
Wanderungen in die reizvolle Umgebung. Weitverzweigtes
Straßennetz nach allen Richtungen: Solingen (Schloß Burg),
Hilden (Hildener Heide), Benrath (Schloß und Park),
Düsseldorf, Mettmann (Neandertal) und ins Ruhrgebiet. Der
Ortsteil Cronenberg ist bekannt als Werkzeugstadt.
Staatlicher Forst Burgholz, der größte und schönste Hochwald
des Bergischen Landes. Ausflüge nach Kohlfurter Brücke und
Müngsten (Riesenbrücke). Der Ortsteil Ronsdorf
gilt als bekannte Garten- und Blumenstadt, in freundlicher
bergischer Bauweise und als zukunftsreicher Wohnund
Erholungsort in waldreicher gesunder Lage. Die malerisch
gelegene Ronsdorfer Talsperre ist das Ziel vieler Wanderer
und Spaziergänger.
Der Ortsteil Beyenburg am Fuße des Bielsteins, das
sagenreiche bergische Städtchen an der Biegung der Wupper,
besitzt eine reizvolle, abwechselungsreiche Umgebung.
Verkehr: Schwebebahn, einzige Hochbahn dieser Art der
Welt, 13 km lang, erbaut 1901 bis 1903, verbindet die
Ortsteile des Tales: Vohwinkel, Elberfeld, Barmen. Barmer
Bergbahn (Zahnradbahn) zum Toelleturm, erbaut 1883.

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(Original-Text aus der Shell Stadtkarte) |