Gera ist die Eingangspforte zu dem noch wenig
bekannten, aber landschaftlich hervorragenden
Ostthüringen. Durch Gera führt der Weg zur größten
Talsperre Deutschlands, zur Saaletalsperre, weiter
zur Kobertalsperre, nach dem herrlichen Elstertal
zwischen Wünschendort und Greiz, nach den zahllosen
Schlössern, wie in Gera selbst, in Bad Köstritz, Bad
Ronneburg, Greiz, Weida, Berga, Burgk, Ranis, Ziegenrück
usw.
In Gera fahren wir zunächst auf den Parkplatz,
Zeppelinstraße oder Franz-Seldte-Platz, und besuchen das
Hochhaus, von dessen im zehnten Stockwerk gelegenen Turm
(Fahrstuhl) wir einen wundervollen Blick nach allen Seiten
über das ganze Elstertal haben. Über die bekannte
Hauptgeschäftsstraße Sorge und Steinweg kommen wir zum
Marktplatz, auf dem alljährlich mehrfach die bekannt
gewordenen Marktfeste stattfinden, und an dem die
bekannte mittelalterliche Stadtapotheke liegt. Auch
das Rathaus mit dem Ratskeller, eine der
ältesten Gaststätten Deutschlands, entzückt durch seinen
hochanstrebenden Bau.

Durch die Johannis- und Schloßstraße fahren
wir zum Reußischen Theater, rechts den Hauptbahnhof
liegen lassend. Das Theater genießt in der ganzen Welt einen
hervorragenden Ruf und steht heute noch in hoher Blüte. Der
in Theaterkreisen bekannte Erbprinz Reuß und der Musiker von
internationalem Ruf, Professor Laber, wirken hier.
Durch den Fürstlichen Küchengarten führt uns der Weg
über die Elster zum Schloß Osterstein, einem stolzen
Prachtbau mit wertvollen Sammlungen, und der Hainbergweg
bringt uns dann mit immer wechselnden Ausblicken auf die
ganze Stadt durch herrlichen Buchenwald am Elsterufer
entlang zum Dahliengarten, einer besonders im Sommer
und Herbst selten schönen Blumenanlage. Dahinter liegt die
Adolf-Hitler-Kampfbahn, eine für große Versammlungen
angelegte Arena, auf der auch unser Führer wiederholt
sprach. Bietet so Gera, eingebettet im lieblichen Elstertal,
für jeden Naturfreund wirklich sehenswerte Naturschönheiten,
so zeugen im Süden der Stadt zahlreiche Essen von dem Fleiß
der Bevölkerung. Industrie, Handel und Gewerbe stehen hier
auf beachtlicher Höhe. Berühmt sind ebenso sehr Geraer
Kleiderstoffe wie Geraer Maschinen.

In der Einwohnerschaft herrscht ein gemütlicher
lebensfroher Geist, der in den zahlreichen Gast- und
Unterhaltungsstätten aller Art zum Ausdruck kommt; der
Geraer hat nach des Alltags Mühen die Gelegenheit zu
herrlichen Ausflügen in die weite Umgebung. Es lockt das
Elstertal zwischen Wünschendorf, Berga und
Greiz mit seinen landschaftlich hervorragenden, immer
neue Ausblicke bietenden, bewaldeten Höhen. Besonders die
Fernblickstraße, die Straße Gera - Auma -Schleiz nach
der Saaletalsperre und von da über Lobenstein
nach Hof ist beliebt, von der Abstecher besonders
nach Schloß Burgk und Ziegenrück lohnend sind.
Nicht vergessen werden darf auch Bad Köstritz mit
seinem Schloß und der Fürstlichen Brauerei in schönster
Lage, dann Bad Ronneburg am Ausgang des schönen
Gessentales. Uberall bietet sich hier Erholung nach
reizvoller Autofahrt.